Dienstag, 23. März 2010

Ausflug nach Nagarkot 1

Ich bin wieder zurueck von meinem Ausflug! Schoen wars!

Ich wollte mal wieder ins Freie und mich auch ein bisschen fuers Wandern eingehen. Also auf nach Nagarkot. Das ist ein Ort, der in allen Fuehrern als unbedingt sehenswert angefuehrt wird, nicht weil der Ort so toll ist, sondern wegen der Umgebung. Und wirklich, dafuer lohnen sich die 3 Stunden Busfahrt!

Was sagt ihr dazu? Das Foto hab ich am Samstag gleich zu Mittag nach dem Ankommen aufgenommen, auf der Terasse von meinem Hotel "Hotel at the end of the universe" (good old Douglas Adams ;-)...) bei einer Kanne Milchtee. Die Unterbringung war zwar sehr einfach, aber an das hab ich mich ja eh schon gewoehnt.

Dann habe ich einmal die Umgebung erkundet und ganz viele schoene Fotos von den Menschen und Tieren hier gemacht.

Das Maedchen war voll Begeisterung ueber den Badetag und hat ziemlich geplantscht in ihrer Schuessel. Der Hahn war wahrscheinlich weniger begeistert. Er war direkt von einem Gefluegelladen angebunden, und daneben sind schon einige seiner Artgenossen zum Verkauf angeboten worden. Aber das Foto zeige ich dann erst zu Hause her. Ich wandle mich immer mehr zum Vegetarier.

Nagarkot liegt uebrigens so um 2.100 m, wieder kreisen die Adler hier ueberall. Das Wetter stellt sich anscheinend gerade auf Sommer um. Es ist auch hier heroben ordentlich heiss und im Laufe der drei Tage bekomme ich ganz schoene Farbe.

Donnerstag, 18. März 2010

Pruefungen und so weiter

Nun haben sie also ihre Abschlusspruefungen, meine lieben Schuelerinnen und Schueler, jeden Tag stehen sie um 6 in der Frueh auf und lernen auswendig, was das Zeug haelt. Es klingt ein bisschen wie die Gebete im Kloster, wenn sie auf der Terasse stehen und vor sich hin murmeln. Und 6 Uhr frueh deswegen, weil es grad ein bisschen kritisch ist mit dem Strom. Zur Zeit gibt es nur mehr 12 Stunden Strom pro Tag.

Aber ich bin heute (mit einigen Abstuerzen natuerlich) sogar mit den Computer-Pruefungen fuer eine Klasse fertig geworden. Aber der Generator ist natuerlich auch zum Einsatz gekommen. Leider ist ein Maedchen durchgefallen.... Aber was soll ich tun, wenn sie nicht einmal weiss, wie man ein Word-Dokument aufmacht und es speichert..... Naja..... Morgen gehts es weiter....
Vorgestern war ich uebrigens koreanisch essen in Kathmandu, was ausgezeichnet war. Aber ich denke, das sieht man auf dem Bild ;-)
Und dann hab ich natuerlich noch einen Tempel und ein Kloster mitten in der Stadt besichtigt. Ich gestehe, sie sehen sich ziemlich aehnlich, aber sie sind schon sehr eindrucksvoll, und die freundlichen Moenche sind es auch.

Montag, 15. März 2010

Shivapuri Nationalpark

Heute hab ich wieder mal die Wanderschuhe angezogen. Es ist ja ein Feiertag. Also fahre ich mit dem Bus bis zur Endstation in Richtung Norden und Stadtrand, das ist nicht wirklich weit von uns.

Beim Aussteigen aus dem Bus steht ein Mann mit 2 Ziegen da. Ob er mit ihnen einsteigt? Das soll es ja geben.. Nein, duerfte doch nicht gestattet sein, also werden die beiden Ziegen aufs Dach hinaufgehoben, oben am Gepaecksgitter angebunden und los gehts. Der Mann drinnen, die beiden Tiere oben, ein bisschen verzweifelt maeen sie schon, die Armen!

Nach einiger Zeit komme ich zu einem grossen Tempel, mit einer tollen Gott-Darstellung, mit 10 Koepfen, 10 Armen und 10 Beinen.
Uebrigens steht im Reisefuehrer, dass Nepal 28 Millionen Einwohner hat und geschaetzte 30 Millionen Goetter. Das glaub ich mittlerweile aufs Wort. An jedem Eck findet sich ein kleiner Tempel, eine Statue, ein Stein, der verehrt wird und wo Opfer hingebracht werden und Farben.
Dann suche ich eine Zeitlang den richtigen Weg, Trampelpfade gibt es ja genug, aber ob die von Wanderern sind, die ich nicht treffe, oder von den vielen Ziegen oder Kuehen, die immer wieder auftauchen, ist halt die Frage... Aber irgendwie gelingt es und ich wandere durch eine Foehrenwald, auf einem schmalen Pfad, schoen hinauf, bis ich zu einem grossen buddhistischen Kloster komme. 
Freundlich werde ich eingelassen, natuerlich bin ich der einzige Besucher hier. Einer der Moenche, der recht gut englisch spricht, macht fuer mich ein Fuehrung und sperrt extra fuer mich alles auf.
Das Kloster ist in einem wunderschoenen Zustand, wie die meisten buddhistischen Kloester, die ich bis jetzt hier gesehen habe. Sie sind sehr schon bemalt und geschmueckt. Dieses steht auf einem recht versteckten Platz, es ist sehr idyllisch hier.

Endstation war dann in Budhanilkantha, beim liegenden Vishnu. Hier war ich schon einmal, aber die Farbenpracht  ist gewaltig.

Lazy days in Kathmandu

Eigentlich wollt ich gestern ja schon diesen Beitrag schreiben, doch dann hat es draussen gedonnert und geblitzt und ich hab die Aktion hier rasch abgebrochen. Draussen hat es ordentlich gewittert, zwar nur getropft, aber ein ordentlicher Sturm hat den Sand durch die Strasse getrieben. Und ich hatte fast einen Zusammenstoss mit einer Kuh! Ich weiss aber nicht wer mehr erschrocken ist.... ;-) Die wollte auf jeden Fall auch nach Hause.

Wir sind ganz gemuetlich durch Kathmandu gebummelt und haben vorgehabt, wirklich nur die Wanderstoecke zu kaufen, die uns noch fehlen. Das haben wir auch mindestens 10 Minuten durchgehalten. Dann haben wir ein Geschaeft entdeckt, in dem wir noch nie drinnen waren, mit ganz vielen duftenden Dingen, hmmmm.....

Der Mann laesst sichs auch gut gehen und sich hier auf einer der Hauptstrasse verwoehnen und verschoenern. Ich hab mich uebrigens bis jetzt nicht zum Friseur getraut, meine Haare duerfen wachsen wie sie wollen, Farbe haben sie gekriegt, und waschen tu ich sie nach Moeglichkeit jeden Tag (ich weiss zwar nicht obs hilft gegen die Laeuse, aber es beruhigt... ;-) ...)

Nachdem wir unsere Stecken noch immer nicht zu dem Preis gefunden haben, den wir uns vorgestellt haben, machen wir Kaffee-Pause in dieser Oase. Dass es so etwas hier gibt! Wunderschoen, gepflegt, die Voegel zwitschern und im Nebenhaus singt unermuedlich ein Mann, nepalesisch, sehr melodisch......



Die beiden Damen sind uebrigens meine Mitfreiwilligen Martina (links) und Diana. Martina ist Masseurin, sie teilt das Zimmer mit mir. Sie bleibt noch ein bisschen laenger als ich hier und reist am Ende auch noch nach Indien. Diana ist Krankenschwester in Linz, das ist eine recht Nette. Sie ist erst nach uns angekommen, bleibt bis Ende April hier und will dann mit ihren Eltern bergsteigen gehen.Tja, die sind etwa so alt wie ich..... Aber ich fuehle mich ganz wohl hier, obwohl ich die Aelteste bin. Es duerfte nicht so das uebliche Alter fuer Freiwilligen-Arbeit sein.

Geschafft! Mit drei paar Wanderstecken (und einigen Raeucherstaebchen und einem Brot! fuers Fruehstueck) finden wir das naechste Lokal zum Abendessen. Auch mitten im Zentrum, zwar ein Touristentreff, aber mittlerweile wimmelt es hier vor Touristen. Der Fremdenverkehr ist ja schliesslich die Haupteinnahmequelle Nepals. Alle Geschaefte hier in der Stadt sind drauf ausgerichtet, und jeder Nepalese bietet sich an, dass er als Guide die Fuehrung uebernehmen kann, wo immer man auch will. Hier in Kathmandu durch den Trubel der Stadt, aber auch auf den Everest oder den Annapurna, kein Problem.

Mittwoch, 10. März 2010

Am Montag war hier ein Feiertag: der 100. Internationale Frauentag! Ich hoffe, alle Daheimgebliebenen haben auch brav gefeiert :-)

Ich war in der Stadt und hab wirklich ganz viele Umzuege und Maersche und Demonstrationen gesehen. Es wirkt irgendwie fremd fuer mich, wenn die Frauen hier marschieren, alle mit den wunderschoenen Kleidern, sehr viele in roten Saris, und dazu Transparente tragen und PArolen rufen. Aber recht haben sie, hier haben sie sicher einiges nachzuholen.

Direkt neben so einer DEmonstrationsflaeche ist der Fun-Park von Kathmandu, so eine Art Prater auf Nepali. Aber ich hab mir alles nur angesehen, gefahren bin ich mit keiner "Attraktion", und auch die Geisterbahn zum Durchgehen hab ich lieber ausgelassen. Mich hat schon von aussen genug gegruselt....



Dann bin ich weiter und auf einen Aussichtsturm hinaufgestiegen, jeder der mit mir bei einem Turm war, weiss, dass ich das immer machen muss. Uebrigens sind mir bei dem Turm einige Assoziationen gekommen (Liebe Gruesse an Sabine und Bernhard!)...


 Und dann der Ausblick! Das war die 231 Stufen schon wert, sozusagen ein Klacks....




Sonntag, 7. März 2010

Bhaktapur

Gestern bin ich wieder mal im Umland unterwegs gewesen. Ich bin mit dem Bus nach Bhaktapur, das dauert so von der Schule weg etwa eineinhalb Stunden, mit 2 x umsteigen.

Die Busstation ist leider vom Zentrum recht weit entfernt, aber dadurch bin ich wieder bei einem Picknickplatz vorbei gekommen. Anscheinend ist das da ueblich, dass sich die Familien oder Freunde zusammentun, und sich auf bestimmten Plaetzen zum Kochen und Essen und Tratschen und Kartenspielen zusammen setzen. Die Wohnungen sind sicher alle klein und nicht so toll ausgestattet, und das Wetter ist ja schon wunderschoen warm.

Dann war ich im Stadtzentrum, ganz anders als Kathmandu. Dafuer stehen allerdings auch an allen Gassen Kassenhaeuschen, wo man Eintritt bezahlen muss. Dafuer hat die Fahrt fast nichts gekostet, auch egal.

Dieses Tier steht gleich neben dem Haeuschen direkt am Eingang zur Stadt. Das ist nicht nur ein kleiner Bereich, sondern schon ganz schoen gross und alle Haeuser hier sind bewohnt. In diesem Zentrum gibt es keine haesslichen Neubauten, allerdings sind die alten Haeuser zwar ganz malerisch, ob sie toll zum Wohnen sind, weiss ich nicht so. Die Eingaenge sind alle sehr klein und eng und finster, aber ich hab ein paar Mal hineingeblitzt, das ist einfachst da drinnen. Aber wie ueberall, die Leute sind unglaublich freundlich, die Kinder laufen mir nach und wollen unbedingt fotografiert werden.

 
Wie ihr seht, sind auch die Strassen nicht asphaltiert, sondern mit Ziegeln ausgelegt, das ist zwar ein bisschen holprig, aber fuer mich Europaeerin schaut das schon sehr bilderbuchhaft aus. Daneben holen die Frauen vom Brunnen das Wasser, fegen die Strasse, die Maenner sitzen am Boden vor der Naehmaschine (ohne Strom natuerlich, wie halt zu Omas Zeiten) und naehen Kleidung, und die Kinder treiben leere Fahrradreifen durch die Gegend. Die Ziegen liegen auf der Strasse und die Enten watscheln durch die Gegend. Ganz genau so ist es.

 
Mitten in der Stadt ist auch der Toepferplatz (so heisst der wirklich), und hier sitzt der Toepfer an der Toepferscheibe, die Frauen tauchen die Gefaesse in die Farbe ein, am Platz liegen sie zum Trocknen und gleich um die Ecke werden sie unter Bergen von Stroh und Asche gebrannt. Ringsherum wird natuerlich auch verkauft, nur das Mitnehmen mit dem Flieger ist halt nicht moeglich, schade. 

 

Und das ist dann der Hauptplatz, der Durbar Square, der auf mich ein bisschen indisch wirkt. Bhaktapur ist die dritte Koenigsstadt in Nepal (neben Kathmandu und Patan), d.h. dass hier die Koenige auf diesem Platz auch ihre Palaeste und Tempel und Statuen errichteten. Nepal ist ein ganz altes Koenigreich, und es ist recht viel ueberliefert. Auf diesem Platz sollen angeblich mehrere hundert Gebaeude der Koenige gestanden sein, jetzt sind es "nur" mehr etwa 50, und damit wirkt er tatsaechlich leer, na zumindest leerer als die entsprechenden Plaetze in Patan und Kathmandu. Und das empfinde ich als sehr wohltuend. Hier kann man die Schoenheit wirklich betrachten und geniessen und steht nicht alle paar Meter vor dem naechsten Monument.